Bürgermeister Markus Landauer: "Raiding soll weiter wachsen."

Sichtlich erfreut spricht der Raidinger Bürgermeister, DI (FH) Markus Landauer, über die Entwicklung der Gemeinde: „Es ist eine Freude zu sehen, wie eine Fremdenführerin mit einer Gruppe von Japanern auf dem Lisztpfad durch Raiding geht und diese gespannt lauschen, was sie in gepflegtem Englisch über Liszt, seine Werke und sein Leben erzählt.“ Der Lisztpfad – konzipiert vom Herausgeber dieser Homepage, Hans Tesch, forciert und umgesetzt vom Bürgermeister – ist nicht nur ein kultureller Erlebnisweg durch die Ortschaft, er ist zum Anknüpfungspunkt für zukunftsweisende Bemühungen geworden. „Der sichtbare Aufschwung, den Raiding genommen hat, ist Ansporn, bei der Entwicklung von Raiding weiter auf Liszt zu setzen. Wir werden den Lisztpfad weitergehen. Raiding soll weiter wachsen“, erklärt Markus Landauer gegenüber WWW.RAIDING.AT.

Der Bürgermeister - 40 Jahre alt, ÖVP, seit 2007 im Amt - nennt die aktuellen Bemühungen und Fakten.

1) Raiding wird immer bekannter: Die Liszt-Festivals und ihre jährlich rund 9.000 Konzertbesucher haben Raiding als Liszt-Geburtsort und als Liszt-Aufführungsort bekannt gemacht. Und die Intendanten Johannes und Eduard Kutrowatz sind Garanten dafür, dass diese Entwicklung so positiv weiter geht.

2) Raiding wächst: mit den 850 Hauptwohnsitzen und 150 Nebenwohnsitzen kommt die Gemeinde bereits auf 1.000 Einwohner. Raiding hat keine leerstehenden Häuser im Ortskern und kann Ansiedlungswilligen günstige Grundstücke zur Verfügung stellen.

3) Raiding hat neben Liszt mit der Altenpflege einen zweiten Motor für die Ortsentwicklung: „Das Engagement der Familie Drescher beim Ausbau des Pflegezentrums und das Entwickeln von neuartigen Betreuungsformen ist, auch durch die wachsende Zahl an Beschäftigten, zum Wirtschaftsfaktor der Gemeinde geworden“, lobt Landauer die Aufbauleistung und das aktuelle Bauprojekt. „Diese Pflegekompetenz möchten wir für die Gemeinde nützen. In Zusammenarbeit mit der Familie Drescher und bestehenden Partnern sollen Seniorenwohnungen gebaut werden.“ Der Bürgermeister denkt dabei vorerst an 10 Wohneinheiten. Gedacht auch als günstige Starterwohnungen für Jugendliche.

4) Das Projekt der Raiding Foundation des Journalisten und Fotografen Roland Hagenberg schreitet fort. Das nächste Gästehaus eines japanischen Stararchitekten, das Hara-Haus, ist bereits geplant.

5) Raiding unterstützt den Lisztverein beim Ausbau der Liszt-Bibliothek. Für diesen Ausbau der touristischen Infrastruktur läuft ein Förderantrag beim Wirtschaftsministerium.

6) Der Raidinger Bürgermeister hat aber auch Sorgen. Von seinem 1,2 Millionen-Budget sind 90 % praktisch gebunden und mit dem disponierbaren Rest, den etwa 10.000 Euro pro Monat, sind keine wirklich großen Sprünge zu machen. Und in der aufstrebenden Gemeinde fehlt es an einer gehobenen Gastronomie. Das Restaurant mitten im Ort ist seit 2011 geschlossen, und die Käufer – ein Ehepaar aus dem südafrikanischen Botswana; der Mann stammt aus Amstetten in Niederösterreich – sind von den nötigen Investitionen abgeschreckt. Angeblich ist fast eine halbe Million Euro nötig, um wieder eröffnen zu können. Der Bürgermeister ist überzeugt, dass sich ein Pächter findet. Derzeit scheint es wieder einen hoffnungsvollen, ernsthaften Übernahmekandidaten zu geben. Doch der Raidinger Gemeindechef hofft schon seit Jahren.

Alles in allem ist Bürgermeister Markus Landauer aber sehr zuversichtlich. Die Kontakte mit Sopron, die schon beim Männergesangsverein und bei der Gründung der Raidinger Blasmusik so fruchtbringend waren, werden intensiviert. Und: Raiding ist seit einem Jahr – gemeinsam mit Neckenmarkt – einer von den österreichischen „Zukunftsorten“; mit dabei bei der Plattform der innovativen Gemeinden Österreichs. Für Markus Landauer ist es „inspirierend“, anspruchsvolle und initiative österreichische Gemeinden kennen zu lernen und dabei festzustellen, dass Raiding zu Recht dazugehört.

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