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Franz Liszt Geburtshaus PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Administrator   
Freitag, 25. April 2008 um 08:31

LisztmuseumDas Rarste ist geblieben, vom einst großen Raidinger Meierhof des Fürsten Esterhazy: Das Geburtszimmer des Musikgenies Franz Liszt. Hier wurde am 22. Oktober 1811 der weltberühmte Pianist und Komponist geboren. Seine ersten zehn Lebensjahre hat Liszt in Raiding verbracht, bevor er nach Wien und Paris aufgebrochen ist. Im heute noch schindelgedeckten Geburtshaus inmitten des kleinen Gartens ist ein Museum eingerichtet. Besucher bekommen durch einen Rundgang Eindrücke vom Leben und Wirken des Künstlers.

Das Lisztmuseum in Raiding ist einen Besuch wert. Das Museum und der Außenbereich wurden 2006 neu gestaltet. Im Innern geben die Ausstellungsstücke vor allem Auskunft über die Jahre der Kindheit in Raiding. Wie ist aus dem kleinen Franzi das Wunderkind geworden? Zu sehen sind einige Originale aus dem Besitz von Franz Liszt, Fotos, Notenmaterial, eine Dia-Schau, Hörtexte, Musikbeispiele und der historische Érard-Flügel, auf dem Liszt selbst gespielt hatte. Einen virtuellen Rundgang durch das neue Museum können Sie demnächst hier auf www.raiding.at mitmachen.



Öffnungszeiten

1. April – 31. Mai 2012: Di – So & Feiertag 09:00 – 17:00 Uhr
1. Juni – 30. September 2012: Mo – So & Feiertag 09:00 – 17:00 Uhr
1. Oktober – 11. November 2012: Di – So & Feiertag 09:00 – 17:00 Uhr

Führungen sind zu den Öffnungszeiten möglich, Anmeldungen dafür erwünscht. Lisztzentrum, Lisztstraße 46. Tel.: 02619/51047 oder Gemeindeamt Raiding Tel.: 02619/7472. Kontakt: www.lisztzentrum.at. Eintritt: Erwachsene: EUR 3,50 / Kinder, Studenten, Militär und Senioren: EUR 2,-- / Familie (Eltern mit schulpflichtigen Kindern) EUR 7,--

Wie es dazu kam ...


Franz Liszt wird am 22. Oktober 1811 im Meierhof der Esterhazyschen Schäferei in Raiding geboren. Seine Eltern, die bei Liszts Geburt 23-jährige Maria Anna Lager (geb. in Krems, NÖ) und der 34-jährige Adam Liszt (geb. 1776 in Edelsthal, Bgld.), sind drei Jahre davor nach Raiding gezogen. Der Grund: Adam Liszt ist hierher als Rechnungs- oder Wirtschaftsführer der Schäferei versetzt worden ist. Die Geburtsstätte Liszts ist der Edelhof, das zentrale Gebäude im mit mehr als einem Hektar Fläche großen Komplex des fürstlichen Gutshofes. Er wird als Wohngebäude beschrieben, aus Stein erbaut und mit Holzschindeln gedeckt, sechs Zimmer, eine Küche mit Speisekammer und ein Presshaus. Zur Zeit von Liszts Geburt war sein Geburtshaus das stattlichste Gebäude im Ort, der damals mehr als 600 Einwohner hatte und straßenmäßig kaum erschlossen war.

Der markante Torbogen beim Eingang zum Edelhof trägt das Wappen seines Erbauers, des Edlen von Guniafalva, der das Gebäude in den Jahren vor 1587 errichten ließ. Auf dem Gelände des Hofes befanden sich Stroh gedeckte Stallungen für Pferde, Rinder und rund 400 Schafe. Mitte des 17. Jahrhunderts wurde das Gebäude von Johann Illesy (dem Schwiegersohn des Erbauers) erneuert und erweitert. Ihre Erben verkauften in den Jahren nach 1805 den Hof an Fürst Nikolaus II. Esterhazy. Dieser ließ als typisches Zeichen seines Eigentums die steinerne Madonna auf den Torbogen stellen.

Im Zuge des zweiten Weltkriegs wurde der Meierhofbetrieb eingestellt. Durch die Bodenreform wurde das Areal parzelliert und verkauft. Verblieben ist nur das Grundstück mit dem letzten Rest des Edelhofes, in dem sich auch das Geburtszimmer Franz Liszts befindet. Dr. Paul Esterhazy, der letzte Besitzer, schenkte das Liszt-Geburtshaus 1971 der Gemeinde Raiding, die es hinsichtlich Erhaltung des Gebäudes und Führung des Museums an das Land Burgenland abtrat. Zuletzt hat die Gemeinde Raiding einen angrenzenden Teil des ehemaligen Meierhofes angekauft, auf dem das neue Liszt-Konzerthaus errichtet wurde.

(Information aus mehreren Quellen, v.a. Emmerich Karl Horvath, Franz Liszt, 1. Band – Kindheit, zweite verbesserte Auflage, Eigenverlag, Eisenstadt 1988)
Aktualisiert ( Mittwoch, 28. März 2012 um 08:08 )
 

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